Pferdefreunde-Niederrhein
SONSTIGES => Tipps und Tricks rund um die Pferdehaltung => Thema gestartet von: erfa-30 am 15. Mai 2014, 10:24:40
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So, zwischen dem 20. und 30. Mai ist der errechnete Termin, wann das Fohlen kommen könnte.
Da es das erste Fohlen ist, was an meinem Stall kommt, habe ich da ein paar Fragen an die bereits erfahrenen Fohlenbesitzer hier ;D
1. Habt Ihr Eure Stute ein paar Tage vor dem Termin aus der Herde genommen??
2. Was ist, wenn sie keinen Harztropfen hat oder ich irgendein Zeichen übersehe, und sie über Tag in der Herde fohlt???
(die 2 Fohlen die sie schon hatte, hat sie um die Mittagszeit gebohren)
3. Die Stute hat über Nacht eine Paddockbox, angrenzend an das normale Paddock.
Würdet Ihr sie, sobald der Harztropfen ersichtlich ist, (dann bleibt auch jemand da) in die Box sperren damit sie dort in Ruhe fohlt, oder würdet Ihr sie selbst entscheiden lassen und die Boxentüre auf lassen?
Meine Angst ist halt, das sie dann das Fohlen im Strohmzaun gebähren könnte :wacko1:
3. Was ist, wenn das Fohlen da ist? Muss ich besonders viel Litze ziehen damit's Fohli nicht durchrennt oder merken die schnell was Sache ist wenn ordentlich Saft drauf ist? (Eine Bekannte meinte, man muss die Zäune am besten 5-Litzig sichern :o
Puh, das waren erstmal die wichtigsten Fragen.....zerfleischt mich nicht, ich mach mir nur in die Hose vor Aufregung :excited1:
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Tja, das ist schwierig zu beantworten. Ich musste mir schon 2003 von einer langjährigen Vollblutzüchterin sagen lassen (gebetsmühlenartig):"Jede Stute kann ohne vorherige Anzeichen fohlen!" und so ist es auch. Dieselbe Stute hatte 2012 am Tag der bevorstehenden Geburt einen recht starken Milchfluss und am Tag zuvor zeigten sich weiße Punkte an den Zitzen ab, die wohl noch durch ein Sekret verschlossen waren. Am Milchflusstag gegen 18.20 Uhr ging das Fruchtwasser ab und um 18.35 Uhr war die Kleine da. 2013 dasselbe Pferd: Ohne jegliches Anzeichen am Euter war plötzlich am nächsten Morgen das Baby da. Diese Stute hatte allerdings einige Wochen vor der jeweiligen Geburt mit kolikartigen Symptomen zu tun, wohl weil sich die Bänder, für sie schmerzhaft, dehnten. 2012 war die Scheide einige Tage vor der Geburt leicht geöffnet und Annie schubberte sich daran. 2013 nichts dergleichen. Klar, Du siehst an dem Bauch, dass er anders aussieht als bspw. im 8. Monat. Möglicherweise fällt auch der Bereich um die Schweifrübe herum ein und wird weich. Muss aber nicht. Also ich denke, dass es da keine verlässlichen Tipps gibt.
Ich habe meine Damen aus der Herde herausgenommen. Ich würde weniger an den Stromzaun denken als daran, dass eines der anderen Herdenmitglieder mit dem Geburtsvorgang und dann mit dem Kleinen nichts anfangen kann und stört bzw. dem Fohlen etwas tut. Vermutlich wird die Stute ihr Fohlen aber ohnehin nur in eine Herde hineingebären, in der sie sich sicher fühlt.
Meinen Stromzaun habe ich mit einer "Kindersicherung" in Höhe der unteren und mittleren Litze zu sichern versucht, also jeweils knapp unter der jeweiligen Litze und die verwendeten Bretter von innen angeschraubt, nicht von außen. Springt es dagegen, lösen sich die Bretter, wenn sie von außen angeschraubt worden sind, sehr schnell. Sind sie von innen befestigt, können sie je nach Wucht des Aufpralls schon mal brechen, sind aber nicht gleich futsch. Über kurz oder lang kommt Baby sowieso mit dem Strom in Berührung und das muss auch so sein.
Du wirst die junge Dame wahrscheinlich nur sorgfältig beobachten können (ich hoffe, Du hast Tagesfreizeit) , damit Dir kleine Veränderungen an ihr auffallen. Bei meinen habe ich zumeist spätestens am Tag vor der Geburt ein von mir so genanntes "Muttergesicht" gesehen. Kann ich schlecht beschreiben. Die Unterlippe hängt und das Pferd sieht aus als gucke es in sich hinein.
Dass Du die Telefonnummer eines Tierarztes parat hast, 2 Klistiere aus der Apotheke und Jodlösung für den kleinen Nabel, davon gehe ich aus. Auch eine elastische Binde kann gute Dienste tun, wenn damit die Schweifrübe umwickelt werden kann. Heubändchen sollten auch in der Nähe sein, um die Nachgeburt nach und nach hochzubinden, damit sich die Stute nicht irgendwann darauf tritt und sie sich evtl. aus dem Körper reißt. Ein Eimer sollte auch da sein, um darin die Nachgeburt aufzuheben, bis der Tierarzt sie auf Vollständigkeit geprüft hat. Der Tierarzt wird (nicht unmittelbar nach der Geburt - es sei denn, das Kleine wirkt als sei es nicht in Ordnung - ein paar kleine Piekser ins Pferd machen und eine große Flasche Hämolytan dalassen, das der Nachwuchs alle drei bis vier Tage bekommen sollte zur Stärkung des Immunsystems usw. Mir schießt gerade so viel durch den Kopf (die Erinnerungen halt), das ich hier nicht alles aufschreiben kann, weil ich im Büro bin. Wichtig ist noch: Wenn es ein Hengstfohlen sein sollte, bitte sofort eine Ladung von diesem Klistierzeug in den kleinen Popo "pusten". Bei Hengstfohlen soll das Darmpech oftmals sehr sehr fest sein und nur schwer abgehen, so dass man dem Kleinen sofort helfen sollte. Bei Mädchen geht es nach kurzer Zeit meist von selbst ab.
Was noch? Die Nabelschnur reißt fast immer an ihrer Sollbruchstelle ab, wenn die Stute kurz nach der Geburt (meistens) eben aufsteht. Und natürlich das Päckchen, in dem das Kleine drinsitzt, wenn es geboren wird, fix aufreißen, Mund und Nase von eventueller Flüssigkeit befreien, damit es schnell selbständig atmen kann. Naja, das weißt Du sicher alles selbst (bin nur gerade im Schreibrausch). Nicht vergessen, das Baby überall anzufassen (Öhrchen, Popo alles auch von innen und was sonst noch so dran ist am neuen Erdenbürger).
Das ist unglaublich spannend und schön, etwas das man nicht schnell vergisst oder gar nicht mehr. Was alles passieren könnte, daran sollte man nicht denken, wenngleich auch ich es mir immer wieder in den dunkelsten Farben ausmale. So, jetzt höre ich auf zu schreiben. Muss was tun. Gutes Gelingen wünscht Patricia
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Bei uns im Stall ist auch vor kurzem ein Fohlen geboren. Die Stute stand in den letzten Tagen tagsüber noch mit in der Herde und nachts dann in der Box. Als der kleine dann da war durfte er ab dem ersten Tag an raus, allerdings auf eine separate Wiese, die direkt an den Paddock angrenzt und die anderen Pferde standen alle wie die Orgelpfeifen am Zaun aufgereiht ;D Wie lange er draußen war, hing vor allem vom Wetter ab. Seit Anfang dieser Woche geht die Stute morgens mit dem Fohlen und den anderen zusammen auf die Wiese und nachmittags - wenn das Wetter es zulässt - auch noch mit auf den Paddock. Am ersten Tag, als der Zwerg mit auf dem Paddock stand, habe ich mich erschrocken, weil alle Pferde auf einem Stück von vielleicht 15 mal 15 m zusammengepfercht standen und mittendrin die Stute mit Fohlen (und Siggi mit dem kleinen Nase an Nase :smitten: ), es war alles ganz entspannt. Nachts und bei starkem Regen geht der kleine aber noch in die Box, meistens ist er auch ziemlich müde wenn er reinkommt, schmeisst sich direkt in´s Stroh und pennt ne Runde...
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Puuuuh, mit soviel Input hab ich jetzt nicht gerechnet :frech:
Aber es ist gut zu wissen, denn dieses Klistiere kenne ich nicht, keine Ahnung was es ist (aber dank Google wird ichs rausfinden ;D)
Ich bin natürlich nicht über Tag anwesend, da ich voll berufstätig bin :yes1: Aber unser Verpächter und unsere direkte Nachbarin schauen stündlich nach der Stute, und rufen sofort an wenn's losgeht. Dann kann ich binnen 5 Minuten da sein.
Die Stute stellt sich schon seit Wochen von der Herde abseits, man merkt richtig wie sie die Ruhe braucht und sich schützen möchte. Beim Weideabtrieb läuft sie aber am liebsten "Kopf-an-Arschklebend mit den anderen zusammen mitten im Pulk runter :)
Da unsere Paddockboxen ja total idyllisch, direkt an der Issel liegen und nur durch einen Stromzaun getrennt sind, ist das Thema "Zaun und Geburt" also nicht unwichtig. Das hatte ich vergessen, oben zu schreiben.
Deshalb wollte ich das Paddock nochmal extra abteilen, von der Issel halt wegkommen.
Danke für die Antworten schonmal :hug1:
Aber soll ich sie nachts auf ihrem Paddock laufen lassen oder wenn Anzeichen der Geburt sind, in die Box sperren??
Der Tierarzt meinte nämlich, "um Gottes Willen, Abends in die Box und da soll sie gebähren. Eine Matte in den kommenden Wochen in der Box züchten, damit wenn die Fruchtblase platzt die Stute nicht auf dem frischen Einstreu rumrutzscht, sondern Gripp hat, draußen wäre viel zu gefährlich"..... :-\ toll dachte ich, soll die Stute doch selber entscheiden.
Aber wenn Nachts dann keiner da ist, ist es auch blöd.....
Das mit der Nachgeburt z.B. wusste ich auch noch nicht.
Ich hätte jetzt nichts gemacht, und den Tierarzt egal obs dem Fohlen gut oder schlecht geht, ihn trotzdem antanzen lassen. Schadet ja nix wenn er mal draufschaut ob alles gutgegangen ist.
Steffi, wir wollen das kleine Ding auch nach ein paar Tagen mit in die Herde schicken, wenn sich alle am Zaun mit ihm angefreundet haben. Ich bin gespannt wie das aussieht wenn da so ein Knirps rumspackt :smitten:
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Ich habe zwar selbst kein eigenes Fohlen aufgezogen, würde die Stute aber besser Nachts in die Box stellen. Der oder die Kleine ist ja anfangs nach der Geburt doch auch sehr wackelig auf den Beinen, und wenn das Fohli im Paddock versucht aufzustehen und dann erstmal in den Zaun kracht.. Aua :( Ist dann vor allem doof wenn das nachts passiert und es keiner merkt. Ich fände es in der Box auf jeden Fall sicherer..
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Hallo...
Uhi wie spannend... ich habe aus meiner Stute auch ein Fohlen gezogen und war auch ganz unerfahren... aber es war so eine tolle Erfahrung....
Ich würde die stute tagsüber ganz normal in der Hrde lassen und abends in die Box... wenn es tagsüber passiert, wird sie ihr baby schon verteidigen zu wissen.... die meisten Fohlen kommen nachts, weil die stuten dann Ruhe haben... Falls die Muttis sich zu sehr gestört fuhlen, durch nachschauen vom Besi, können die das auch nich zuruck halten... Also Stute in Ruhe lassen und nur ganz vorsichtig mal nachschauen.... ich hatte damals ein Kamerasystem... somit konnte ich unbemerkt die ganze Zeit schauen.... die meisten Stuten machen es alleine und alles geht gut.... Falls ihr euer Pferdchen also bei der Geburt erwischt, abstand halten und ruhig bleiben... Wenn iwas nicht stimmen sollten oder die eihaut nicht reisst, kannst du immernoch fix eingreifen.... Den TTA wurde ich spätestens am nachsten Tag dazu holen... einmal die komplette Nachgeburt zeigen und gegen Fohlenlähme spritzen....
Dann ab auf die weide... erstmal alleine und evt dann mit einer guten Stuten Freundin... dann siehste wie Mama sich verhält... wenn die ganze Herde sofort dabei wäre, wäre es Stress für Mama, weil alle kommen und wollen riechen... Meine kleine hat nach 5 min in die Litze gebissen und so eine gedängelgt bekommen, das die erstmal nur unter Mutters Bauch blieb... Tat mit super leid, hält aber bis heute an, lach....
Wichtig ist, wenn das baby gebiren ist... schnell aufstehen, euter finden und das Darm Pech also äppeln... das äppeln kann mal so 1,5 std dauern.. aufstehen trinken sollte schneller gehen... wenn euch iwas komisch vorkommt einfach den TA anrufen...
Ich wunsche euch alles Gute und das ihr es miterleben dürft.. so eine Erfahrung ist einfach mega....
Und berichtet mal..... :-)
LG Pento
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Ach ja.... ich habe in der Box etwas mehr einstreu gehabt und zu den Wänden hin etwas höher.... die minis legen sich gerne mal fest und das ist an den Wänden somit nicht möglich... oder zumindest rollen die dann leichter zurück ;-)
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Moin,
so genannte Einmal-Klistiere (für Menschen) gibt es in der Apotheke, z. B. "Freka Clyss Klistier" von Fresenius. Wie geschrieben, würde ich mir davon zwei Stück in die "Geburtsutensilientasche" legen. Patricia
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Vielen Dank für die ganzen Tips, Klistiere wird die Tage besorgt.
Wir freuen uns tierisch, sind aber auch aufgeregt und ängstlich....aber sind guter Dinge.
Ich hoffehoffehoffehoffe....das ich dabei sein kann, und dann gibt's taufrische Fotos :hello2:
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Hier mal ein Bild, als der kleine das erste mal mit draußen war...
Keine Ahnung warum sie alle ausgerechnet in der Pfütze standen...
Die Decke hatte er nur auf, weil es an dem Tag so richtig fies war...
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Aaaaawwwww :smitten:
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Moinmoin,
heute ist schon der 04. Juni. Was ist denn nun mit dem Pferdebaby? Man hört bzw. liest gar nichts mehr. Gruß vom Schreibtisch. Patricia
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Ich hatte einen Ellenlangen Text verfasst auf dem Handy, wo ich aber dann keine Fotos anhängen konnte >:(
Ich muss erst Bilder zum PC schicken, dann gibt's Neuigkeiten :2funny:
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Soooo, Stütchen Ma Belle ist am Freitag in den frühen Morgenstunden zur Welt gekommen :smitten:
Lag einfach kackendreist in der Box als meine Schwester um 06:00 Uhr füttern wollte, ohne Vorankündigung tzzzz
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Was für eine hübsche Maus! Meinen Glückwunsch an die stolze Mama :smitten:
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Wie süüüüsss! :smitten:
Herzlichen Glückwunsch!
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Wie niedlich die kleine .........Herzlichen Glückwunsch :dadr: :dadr:
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Alles Gute dem neuen Erdenbürger! :)
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Süß! :goodluck1:
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:smitten: Ja sie ist wirklich traumhaft.
Nur ist die Mutter etwas "sehr bemutternd" ::)
Wenn die Rotznase ihre dollen 5 Minuten bekommt, wird die Stute direkt panisch und rast wie eine Irre hinterher....das sieht soooo lustig aus wie die kleine buckelnd vor rennt und Mutti wiehernd hinterher bollert :excited1:
Die restliche Herde darf leider lt. Stute nicht näher wie 10 Meter in die Nähe des Zaunes, da wird sie direkt zur Furie.
Wenn wir kommen, dürfen wir uns zum Fohlen legen und kraulen, richtig toll :smitten:
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Voll süß!
Dann passt die Mami also gut auf.
Was ist es überhaupt für eine Stute?
Habt ihr die 'neu'?
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Das ist ein Tinkerpony, seit 2,5 Jahren bei uns.
Die Besitzerin ist erst 15 und wir betreuen sie halt. :yes1:
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Sooo, hier mal wieder ein neues Foto (die anderen sind irgenwie zu groß :().
Die Kleine ist echt mega zutraulich, bleibt liegen wenn man kommt, begrüßt mich jeden Morgen mit prötteln oder wiehern und wenn man sie ruft, kommt sie sofort angelaufen :smitten:
Aber sie buckelt auch alles und jeden an, wir haben schon so einige blaue Flecken von der Göre :tickedoff:
Seit 14 Tagen läuft sie auch in der Herde mit Mama, alles relaxt und ruhig.
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Am 31. Juli fahren wir nach Borgen, zur Fohlenschau.
Weiss jemand, ob das Fohlen da auch am Halfter vorgetrabt werden muss, oder reicht es das es bei der Mutter mit läuft??
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Die hat sich ja echt gemacht! Goldig, so Scheckfohlen. Was ist denn das für eine Fohlenschau?
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Hachneeeee, die ist ja zum Klauen süß :smitten:
Ich war mal auf einer Fohlenschau in Heidhausen, da mußten die Kinderchen "nur so" mitlaufen. Das gab allerdings einige erheiternde Momente für die Zuschauer, wenn die kleinen Rennflitzer sich nachher vor lauter Übermut nicht mehr einfangen lassen wollten ;D ;D ;D
Ich kann mir nicht vorstellen, daß diese ganz jungen Zwerge schon halfterführig sein müssen...
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Voll süß.
Ich kenne das auch nur so, dass die Kleinen frei mitlaufen, oder halt an die Mutter gebunden werden, aber macht man das überhaupt noch?
Freilaufen ist bestimmt besser.
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An Mutter gebunden vorführen gibt es nicht mehr (Habe ich jedenfalls schon ewig nicht mehr gesehen)
Halfterführig sollte ein Fohlen in dem Alter aber doch schon sein.
(Man sollte es eigentlich voraussetzen!)
Bevor es an den Freilauf (der heutzutage Gang und Gäbe ist) geht werden Mutter und Kind aufgestellt und begutachtet.
Da muss ein Fohlen schon brav am Halfter stehen.
Danach wird das Baby losgemacht und erst im Schritt und dann (soweit sie's tun) neben der Mutter im Trab vorgestellt.
Vorheriges Üben empfiehlt sich da wirklich!
A:
Traben die Kleinen nicht immer schön neben Mama und zeigen ihre Gänge,
sondern gallopieren (leider oft kopflos) durch die Gegend und eine adäquate Bewertung ist nicht möglich.
(Da kann man sich eine Fahrt zur Fohlenschau auch gleich sparen)
B:
Müssen sie nachher wieder eingefangen, bzw. aus dem Ring geführt werden.
Wenn alle Stuten nebst Nachwuchs gezeigt worden sind, kommen alle Mütter und Kinder zusammen in den Ring
und werden (in gebührendem Abstand, versteht sich) in der Runde geführt.
DANN rangieren die Richter die Reihenfolge.
Da muss das Fohlen neben Mama laufen und nicht durch die Gegend.
Man stelle sich mal acht oder mehr Stuten mit Fohlen im Ring vor
und alle Fohlen toben durch die Gegend.
Man mag das amüsant finden, aber das geht einfach nicht und ist gefährlich obendrein.
Unser Kleiner ist dreieinhalb Monate alt und lernte das Halfter fast vom ersten Tag an kennen.
Überall anfassen, weiches Bürsten und Führen und Füsse hochheben ect. auch.
Heute war der Schmied da und hat die Hufe das erste Mal gemacht.
Auch das klappte erstaunlich gut (Davor hatte ich nämlich Bedenken.....)
Man muss mit den Kleinen üben! Was man jetzt in dieser Zeit versäumt,
rächt sich später............
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Ne an der Mutter angebunden hab ich auch schon ewig nicht mehr gesehen, ich hatte nur im Netz ein paar Infos für Fohlenschauen gesucht, und da stand mitunter "Fohlen am Halfter vortraben "... :excited1:
Hufe geben, bürsten etc. klappt ja ohne Probleme, weil wir das von Anfang an halt gemacht haben, aber das am Halfter fassen und führen findet sie nicht so dolle, und wehrt sich da ziemlich (soll ja nicht mein Problem sein, als Nichtbesitzer...... :music1: aber ich komme mit als Helfer, und möchte mich nicht blamieren :P)
Das Fohlen ist auch schon sehr selbstständig und sehr neugierig, da möchte ich natürlich auf der Schau kein Risiko eingehen das sie in die Nähe einer fremden Stute kommt und womöglich noch was passiert (das hab ich einmal auf einer Schau erlebt, und das war schrecklich, auch wenn es schon über 10 Jahre her ist, vergessen kann ich das nicht :()
Wenn die Stute auf dem Platz an der Longe läuft, hat das Fohlen meistens mehr getan wie die Mutter und geht danach erstmal :sleep1:
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Die müssen auf jeden Fall halfterführig sein, so wie Folly schon geschrieben hat, werden die gemeinsam in den Ring geführt und dort losgelassen, um bei Mama mitzulaufen. Dann müssen sie am Ausgang wieder eingefangen und aufgehalftert werden. Bei der gemeinsamen Schlussrunde werden beide im Schritt geführt! Dann sollte man schon mal was üben :)
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Hallo,
Meine Kurze hatte auch so viel Temperament, das sich das führen manchmal schwer gestaltete....
Ich habe sie dann einfach an der Schulter gebremst, wenn sie losstürmen wollte und wenn sie nicht laufen wollte kurz hinten an den pöppes \ Schweif gepackt.... Also wenn du neben dem Fohlen stehst oder läufst und du merkst die wollen nach vorne einfach übers Fohlen an deren rechte Schulter/ Brust greifen... so hast du die Zwerge eigentlich gut im Griff, bei der noch handlichen Grösse :-) Niemals am Halfter ziehen.... Übe es auf jeden Fall vorher mal und viel Spass dabei :-)
LG
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Das klappt nur ne Zeitlang.
Es soll auch nur eine Zeitlang klappen!
Wenn die lieben Kleinen die 100kg Marke anstreben, wird's heikel.
Brust/Schweifrübe hoch, ist der Notgriff, damit man (Tierarzt etc.) sein Fohlchen sicher packen kann.
Ein anständigen Führen am Halfter und die Grundschule,
in die jedes Fohlen gehen muss, ersetzt es niemals.
Es ergänzt.
Auch mit Brust und Bürzel hoch gehen die irgendwann den einzigen Weg der möglich ist
und der geht nach oben.
Halfter und am Halfter führen ist eine Geduldssache.
Drumrum kommt man aber nicht.
Üben, üben, üben................
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Also ich glaube das mit der Fohlenschau hat sie sich abgeschminkt....ich hatte ihr gesagt das das Fohlen zumindest ein wenig am Halfter laufen können muss, aber es hat seit ca. 1 Woche kein Halfter mehr auf :ichsagnix1:
Ab wann frisst ein Fohlen eigentlich Heu und Wiese richtig mit??
Und sollte man dann für ein Fohlen einen Aufpreis nehmen bis es mit 6 Monaten geht, oder macht man sowas nicht??
Ich kenn mich damit nicht aus, hatte ja noch nie einen Einstaller mit Fohlen :silent:
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es geht mit 6! Monaten??? ist aber schon arg früh!!
also ein bisserl mehr zu nehmen ist glaub ich schon gerechtfertigt...
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es geht mit 6! Monaten??? ist aber schon arg früh!!
:innocent1: Darauf habe ich keinen Einfluss, das entscheidet der Besitzer, nicht ich :sick1:
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aber ist die nicht noch ganz jung? da kann man doch mal etwas in die richtige Richtung schubsen.... :-*
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aber ist die nicht noch ganz jung? da kann man doch mal etwas in die richtige Richtung schubsen.... :-*
Ähh, nein!! Kann man nicht, denn sie weiss was sie will und was sie nicht will, und setzt das auch durch.
Ich helfe gern, würde mich aber niemals über die Entscheidung des Pferdebesitzers hinwegsetzen, oder mich da extrem einmischen.
Das muss jeder für sich selbst entscheiden. Ob ich das gut finde oder nicht, ich kann ja meinen Einstallern nicht vorschreiben,
wie sie was zu machen haben.
Eine andere Freundin zieht auch grad ihr 2. Fohlen groß, und die hat mir Geschichten erzählt :o
Sie arbeitet an einem großen Pferdehof, (da steht auch ihre Stute) und da ist es egal ob es ein Maifohlen, ein Junifohlen oder ein Julifohlen ist, ALLE gehen gemeinsam auf die Fohlenweide (auch wenn eines davon erst 4 Monate ist)....und jetzt die Begründung "alle Fohlen sollen gleichzeitig in die Herde, wenn alle paar Wochen immer mal wieder ein 6-Monatskind nachziehen würde, gäbe es nur Kampf in der Herde".....
Das käme für mich nie in Frage, vor allem weil wir ja Zeit und Platz haben. Aber manche denken halt nicht nach :shocked1:
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na ja, zwischen VORSCHREIBEN und dem Hinweis, dass das nachweislich schädlich fürs fohlen ist liegen ja Welten...ich könnte meinen Mund da nicht halten... klar, wenn der Besitzer nicht hören will, sind einem natürlich die Hände gebunden..aber manchen wissen auch einfach nicht was sie tuen und machen das was alle machen..und da kann man evtl mit den richtigen Argumenten was ausrichten... ;)
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na ja, zwischen VORSCHREIBEN und dem Hinweis, dass das nachweislich schädlich fürs fohlen ist liegen ja Welten...ich könnte meinen Mund da nicht halten... klar, wenn der Besitzer nicht hören will, sind einem natürlich die Hände gebunden..aber manchen wissen auch einfach nicht was sie tuen und machen das was alle machen..und da kann man evtl mit den richtigen Argumenten was ausrichten... ;)
Sie ist seit fast 3 Jahren bei uns, und glaub mir ich habe mir in vielerlei Dingen den Mund fusselig geredet.
Alles was ich vertreten kann, nehme ich hin. Alles andere was in eine andere Richtung geht (um es mal vorsichtig auszudrücken) wird von mir sowieso nur mit den Eltern besprochen, da übergehe ich sie einfach.
Ich finde 6 Monate bei weitem nicht so schlimm wie 4 oder 5 Monate, und was sehr wichtig ist "die Fohlenherde". Ich gebe lieber ein 6 Monate altes Fohlen in eine Fohlenherde als ein Fohlen zu Hause zu behalten und es mit erwachsenen Pferden aufwachsen zu lassen, um das Geld für den Platz zu sparen, der ja auch nicht billig ist, wenn man was vernünftiges möchte. Und das möchten auch die Eltern, da legen sie großen Wert drauf.
Und ich denke es kommt auch immer auf die Selbstständigkeit des Fohlens an und wie früh sie anfangen mitzufressen.
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schlimmer geht immer! aber ich finde 6 Monate viiiel zu früh.....wenn man überlegt dass ein fohlen in freier Wildbahn 12 Monate bei der mutter bleibt...
für fohlen ist zu frühes absetzen absoluter stress...warum soll ich das meinem Pferd antuen, wenn es nicht nötig ist?!?! ich versteh nicht, warum sich das so eingebürgert hat....
und ich finde reine fohlenherden auch nicht das gelbe vom ei....ist ja wie ein kindergarten ohne Aufsichtsperson.....
ist nicht gegen dich, weil es ja nicht dein Pferd ist, aber ich finde entweder mache ich es richtig oder ich lass es bleiben...... dann halt kein eigenes fohlen....
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Manchmal muß man eben Kompromisse eingehen. Nakema wurde auch von seiner Züchterin mit 8 Monaten "rausgeworfen". Und da er mit seinem Halbbruder zusammen verkauft worden ist (Sharim), mußte der auch gleichzeitig ausziehen. Sharim war da gerade erst 5 Monate alt. Da hatten Eduard und ich keinen Einfluß drauf!
Optimal wäre natürlich, daß ein Fohlen 12 Monate in der mütterlichen Herde, zusammen mit gleichaltrigen Fohlen und älteren Tanten, aufwachsen kann. Aber wo gibt es sowas denn noch? Wie gesagt, manchmal muß man eben Kompromisse eingehen.
Trotzdem finde ich Guinness Beitrag super, denn er zeigt auf, wie es nunmal optimal laufen könnte. Nach oben ist immer noch Platz... :dadr:
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schlimmer geht immer! aber ich finde 6 Monate viiiel zu früh.....wenn man überlegt dass ein fohlen in freier Wildbahn 12 Monate bei der mutter bleibt...
für fohlen ist zu frühes absetzen absoluter stress...warum soll ich das meinem Pferd antuen, wenn es nicht nötig ist?!?! ich versteh nicht, warum sich das so eingebürgert hat....
und ich finde reine fohlenherden auch nicht das gelbe vom ei....ist ja wie ein kindergarten ohne Aufsichtsperson.....
ist nicht gegen dich, weil es ja nicht dein Pferd ist, aber ich finde entweder mache ich es richtig oder ich lass es bleiben...... dann halt kein eigenes fohlen....
Also....Ich sitze jetzt seit geraumer Zeit auf meinen Fingern.
Jetzt mus ich aber schreiben!
Sorry, aber das ist einfach FALSCH!
Wir züchten seit über 20 Jahren und haben sowohl eigene Stuten,
als auch eigenen Hengst.
Haben sowohl die Pferde früher unterstehen gehabt,
als auch wie jetzt die Haltung am Haus im eigenen Stall.
Habe sowohl (Hengstfohlen) zur Aufzucht gehabt, als auch selber grossgezogen,
(mit und ohne grosse Fohlenherde).
Will sagen, wir haben in all den Jahren viele Haltungs-und Aufzuchtsformen gehabt.
Erstmal....
In der freien Natur ist die Fohlenaufzucht völlig anders, als so mancher meint.
Keine Stute würde ein Fohlen das saugt (ausser in Ausnahmefällen) 12 !!! Monate an ihrer Seite dulden.
Sie ist dann meist schon wieder tragend und verbeisst den Jährling bezeiten, Hengstfohlen sowieso.
Sie braucht Karft und Energie für das nächste Fohlen
und Mutter Natur setzt die Kleinen ganz schön drastisch ab.
Die Junghengste rotten sich dann in Junghengstgruppen zusammen.
Solange, bis sie nicht mehr von der Herde geduldet werden und ziehen dann mit ihren Kumpels alleine los.
Das dann, bis die Hormone Überhand bekommen und sie eine eigene Herde fordern und/oder erkämpfen.
Eine Stute in Freiheit wird meist schon mit unter zwei Jahren gedeckt und kriegt solange Fohlen bis sie aufnimmt.
DAS ist die Realität! Nicht schön....aber Realität.
Die Junghengste werden weggescheucht, damit der Inzuchtgrad gering bis nicht vorhanden bleibt.
Ein Fohlen frisst oft schon in den ersten beiden Lebenswochen mit.
Sind die Zähne einmal da, wird gut mitgefressen.
Heu und Gras sowieso, aber auch Kraftfutter, Fohlenstarter, Müsli....what ever.
Der eine ist früh, der andere was später, aber mit sechs/sieben Monaten abzusetzen ist nichts ungewöhnliches.
Unser ist fast vier Monate alt. Er ist gross und kräftig, säuft sich ordentlich was weg.
Würde er zwölf Monate bei seiner Mutter bleiben, würde er sie leersaufen.
(Und nein! DAS kann man nicht alles beifüttern!)
Junghengstherden sind eine feine Sache. Da wird gelernt und gerauft und gerannt und getobt.
Sowohl für die Knochen/Lunge/Herz und für das Wachstum ist das prima.
Aber vor allem auch für den Kopf.
Sie lernen Unterordnung, genauso wie Durchsetzen.
Sie finden ihren Platz in der Herde, sie lernen die ganze Zeit.
Sie sind ausgeglichen und sicherlich glücklich.
Aber.....
So eine Fohlenherde muss täglich gut kontrolliert werden.
Zusatzfutter (Mineralien) und Wurmkuren beizeiten und auch zwischendurch immer mal wieder in die Hand.
Halfter/Führen/Putzen/Füsse hochheben.
Mutterstuten und Tanten sind zwar auch eine Herde, aber oft genervt durch übermütige Jungspunde.
Zum Thema Aufsichtsperson in der Junghengstherde.....
Wer soll das denn sein?
Wer hat noch Platz für Herden mit Leitstute oder Altstuten, die nicht tragend sind und da "Aufsicht" führen?
Was sollen sie denn da lernen, weswegen "beaufsichtigt" werden?
Sorry, aber
>>>ist ja wie ein kindergarten ohne Aufsichtsperson..... <<<
Dieser Satz ist schlichtweg Unsinn!
Stress ist das Absetzen immer.
Mal mehr, mal weniger.
Seit Jahrtausenden aber schon. Das ist nun mal so. Das ist der Lauf der Dinge.
Stress ist es auch, einer Stute einen Youngster noch mit in die Box zu stellen,
den sie wohlmöglich selber schon längst abgeschlagen hätte. Weil man es gut meint?
Der Stress kommt.
Nach sechs Monaten, nach acht und nach zwölf ebenfalls.
Er kommt! So sicher wie das Amen in der Kirche.
Vorher sollte man sich aber genau überlegen, welche Phase im Leben eines Fohlens man durchlebt.
Mit zwölf Monaten sind die nämlich selbständig und sollten nicht mehr an Mutters Euter hängen.
Die Mutter wird es danken!
Ich spreche aus vielen Jahren Erfahrung und mit gesundem Menschenverstand
und wir haben alle Fohlen gesund und munter und artgerecht grossgekriegt.
Wer "mal ein Fohlen" bekommt, sieht viele Sachen anders und manchmal ein bisschen arg eng.
Aber die Natur hat für Wendyromantik auch keinen Platz.
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Ich habe nicht geschrieben dass Fohlen 12 Monate bei der Mutter saufen, sondern dass sie in der nahe bleiben! Und im gewohnten Herden verband! Und ich hab nirgendwo geschrieben dass ein Fohlen in Menschenhand erst mit 12 Monaten abgesetzt werden sollte! Ein erwachsenes Pferd bei jungpferden halte ich für sehr sinnvoll und es gibt durch aus Züchter die das so handhaben. Und eine junghengstherde in der Natur besteht ja kaum aus 6 Monate alten Fohlen, oder!?
Danke für deine Aufklärung hinsichtlich der Aufzucht bei Wildpferden. Allerdings wäre das nicht nötig gewesen. Ist alles soweit bekannt. Zum Gluck hab ich nein Pferde wissen nicht nur aus der wendy....
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Sorry, aber beim nochmaligen Durchlesen kommt es leider immer noch so rüber.
Tut mir leid, wenn ich es falsch verstanden habe.
Ich will ja nicht missionieren, aber auch wenn ich Worte (anscheinend) falsch gedeutet habe,
dann kann und werde ich reagieren.
Richtigstellen kann man ja nachher, das ist kein Problem.
Sei nicht eingeschnappt, so war's nicht gemeint.
Was aber Fohlenaufzucht angeht und die vielen Dinge die man so hört/liest/mitbekommt.
Die aus schierer Unwissenheit /Besserwisserei und Rosa-Wolken-Denken leider all zu oft gemacht werden....
Dann reagiere ich eben.
Persönlich war's nicht gemeint.
Wir haben domestizierte Hauspferde. Die Generationen sind einfach mehr, als bei z.B. Menschen, weil die Lebensspanne eines Pferdes kürzer ist.
Der Instinkt ist immer noch genauso da, das ist klar.
Der überdauert Jahrtausende.
Leider aber nicht unsere Haltungsmöglichkeiten, Herdenzusammenstellungsmöglichkeiten und unser Futterangebot.
Deshalb hinken Vergleiche zu Wildpferden in grossem Maße.
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natürlich kann man nicht alles 1 : 1 übertragen, aber die Instinkte sind ja unverändert. und für mich ist das absetzen mit 6 Monaten und dann in eine völlig unbekannte herde halt, ich sag mal subopitmal! die Bindung lässt ja nun mal beim fohlen nach.. was spricht dagegen 8 oder 9 Monate zu warten? ausser die Tatsache dass man dann mit dem decken der stute warten muss?
und ich bin auch nach wie vor der Meinung dass es besser ist das fohlen in eine altersgemischte gruppe zu geben, mit tanten oder auch einem onkel der den kleinen mal den kopf wäscht und ihnen zeigt, dass sie nicht die könige der welt sind....
100 % richtig kann man es wahrscheinlich eh nicht machen, bzw was für den einen richtig ist für den anderen halt nur die 2. beste lösung...
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Für mich persönlich, und ich spreche wirklich nur für mich, wäre es optimal wenn ich mein Fohlen mit 7-8 Monaten (Ausnahme es ist mit 6 Monaten schon sehr selbstständig) in eine gemischte Herde im Alter von "Absetzer" bis Ende offen stecken könnte.
Aber das ist leider sehr selten und hier in der Umgebung nirgends zu finden.
Da wir das Fohlen aber auch in der Nähe haben möchten, gehen wir diesen Kompromiss der Fohlenherde ein, aber auch nicht mit sonderlich schlechtem Gewissen. Ich denke da kann man einem Fohlen weitaus schlimmeres antun 8)
Bei uns in der Herde z.B. sind 9 Pferde, Stuten und Wallache gemischt von 14 - 25 Jahren. Keines von denen spielt mit dem Fohlen, aber alle Großen untereinander spielen miteinander.
Das Fohlen ist für sie uninteressant, auch wenn sie noch so rumrast auf dem Paddock, andere anbuckelt oder zwickt....keiner reagiert :( Das hatte ich mir auch anders vorgestellt, aber erstens kommt es immer anders und zweitens als man denkt, das sind dann halt die "Erfahrungen" die man damit macht.
Das einzige was die Herde "wohl instinktiv" macht, wenn sie auf dem Paddock ruhen und das Fohlen schläft, sie stehen im Kreis um das Fohlen herum.
Was die Natur macht und was nicht, können wir unseren Pferden eh nicht genauso wiedergeben, aber man kann sich an eine ähnliche Richtung halten, und das versucht ein jeder von uns zum Wohlsein seines Pferdes.
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na, dann gehen wir da ja eigentlich konform..und ist ja eh nicht dein fohlen und nicht deine Entscheidung...
beim stöbern diesen sehr interessanten beitrag gefunden..vor allem interessant, wie die drei verschiedenen mögl. des absetzens verglichen werden....
http://quadropodium.de/?p=895 (http://quadropodium.de/?p=895)
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natürlich kann man nicht alles 1 : 1 übertragen, aber die Instinkte sind ja unverändert. und für mich ist das absetzen mit 6 Monaten und dann in eine völlig unbekannte herde halt, ich sag mal subopitmal! die Bindung lässt ja nun mal beim fohlen nach.. was spricht dagegen 8 oder 9 Monate zu warten? ausser die Tatsache dass man dann mit dem decken der stute warten muss?
und ich bin auch nach wie vor der Meinung dass es besser ist das fohlen in eine altersgemischte gruppe zu geben, mit tanten oder auch einem onkel der den kleinen mal den kopf wäscht und ihnen zeigt, dass sie nicht die könige der welt sind....
100 % richtig kann man es wahrscheinlich eh nicht machen, bzw was für den einen richtig ist für den anderen halt nur die 2. beste lösung...
Das hat doch nichts mit dem erneuten Decken der Stute zu tun.
Wieso muss man mit dem erneuten Decken warten?
Ich sag's nochmal.........
Eine Stute wird im Normalfall eh ein/zwei/drei oder mehr Rossen nach der Fohlenrosse gedeckt,
sonst kommt man mit dem Abfohlen im Folgejahr immer später.
Aber selbst, wenn eine Stute nicht erneut gedeckt wird sind (gerade Hengstfohlen) kein Segen für eine Stute.
Vor allem nicht, wenn sie acht oder neun Monate bei Mama laufen.
In Einzelfällen und bei netten Stutfohlen und kleinen Herden mag das ja nett sein,
aber das Absetzen wird dadurch sicher nicht einfacher.
Das ist IMMER ein Einschnitt ins Pferdeleben. Für beide Seiten.
Aus Erfahrung weiss ich aber, das so manche Stute ihrem Nachwuchs weit weniger "nachweint", als umgekehrt.
Was das Erziehen von Fohlen durch erwachsene Pferde angeht.....
Ausser in Herden von Stuten mit Fohlen, wo die Fohlen durchaus auch von anderen Müttern lernen können,
gibt es fast keinen erzieherischen Aspekt.
Eine Fohlenherde sind durchweg Gleichaltrige und "Halbgare".
Wenn man da einen älteren Wallach oder eine ältere Stute
(was eh nicht geht, weil schon Jährlinge durchaus zeugungsfähig sein können
und eine Stute bis zum Umfallen malträtieren können)
zustellt..... Au weia, das arme Tier!
Wir haben schon Fohlen aus bestehenden Herden rausgepickt,
weil sie ältere Pferde bis zum Abwinken gepiesakt haben.
(Ja, wirklich!....Keine Jährlinge, oder so.... Nee Absetzer, die einfach Spielen, Laufen,Toben wollen!)
Wie man seine Fohlen absetzt, das macht jeder Züchter anders.
Das ist eh von vielen Faktoren abhängig.
Von den Möglichkeiten der weiteren Aufzucht, von der Mentalität der Stute, vom Reifegrad des Fohlens.
Von der körperlichen Verfassung und vom Alter der Stute, ob wieder tragend oder nicht etc., etc., etc.
Da macht jeder seine Erfahrungen und jeder kennt sein Pferd und seine Möglichkeiten.
Mutter Natur ist da aber wenig zimperlich.
Wir haben in allen Jahren kein einziges Mal bei den Stuten lange Trauerphasen erlebt.
Sie gingen in die Herde, haben einen Tag gewiehert, etwas gesucht und das war's.
Wenn das Euter nicht mehr drückte, ging es meist gut und schnell und das heisst;
Ein oder vielleicht zwei Tage.
Fohlen, die sofort mit Spielkumpel oder mehreren Spielkumpanen zusammenkamen,
hatten vor lauter Eindrücken auch keine Probleme.
Da wurde am ersten Tag schon gerannt und gerauft und gespielt.
Futteraufnahme war da nie ein Problem.
In dem Alter sind sie fertig ausgereift und können auch ohne Mamas Milch.
Es gilt nur:
Sie dürfen weder in Sicht, noch in Rufweite von Mama sein.
Gerade Hengstfohlen sind mit Ü-6/7 Monaten schon sehr selbstbewusst und selbstständig.
Stufenweises Absetzen funktioniert noch lange nicht mit jedem Fohlen und jeder Stute.
Oft ist es längeres Leid, weil die Mama ist da und Fohlen kann nicht hin,
die Milch drückt und sie wird nicht abgetrunken.....
Absetzen fällt auch meist in die kalten Monate, wenn die Pferde mehr drinnen sind
und gerade das macht in kleineren Ställen dann die Probleme.
Man kann das alles nicht pauschalisieren, aber Fohlenaufzucht und Absetzen ist kein Buch mit sieben Siegeln.
Man muss aber auch mit gesundem Menschenverstand für die Tiere handeln.
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Mal wieder ein paar Neuigkeiten von unserem Zuwachs....
Sie raubt uns an manchen Tagen den letzten Nerv :raufen1:
Sie springt über die Absperrung der aufgeteilten Wiese, und mache ich es höher geht sie drunter her....dann reisst sie regelmäßig alles um und wir können die Pferde auf der ganzen Wiese einsammeln.... :tickedoff:
Sie buckelt und tritt gezielt, (und hat auch schon die Antwort von mir darauf bekommen) das neue (größere) Halfter aufziehen war ein Staatsakt.....
Zur Fohlenschau geht sie wohl nicht, aber die Richter kommen auch nicht raus....Kennt sich jemand damit aus??
Ab Dezember (mit 6 Monaten) geht sie dann in eine andere Herde....naja zu einem Jährling und einem Shetty......ich will und kann dazu aber nichts sagen, ist ja nicht mein Pö, wir sind ja nur die Zieheltern.. :sick3:
Läuft also nicht so, wie wir uns es vorgestellt haben :-\
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>>>Läuft also nicht so, wie wir uns es vorgestellt haben :-\<<<
Entschuldige, wenn ich das sage.....
Ich meine es wirklich nicht böse und will auch nicht schulmeistern, aber;
Leider aber genauso, wie ich es mir vorgestellt habe.
Wenn das Halfter aufziehen immer noch ein Staatsakt ist,
dann ist schon viel versäumt worden.
Das ist einfache Grunderziehung! Wie Führen und Füsse hochheben.
Das MÜSSEN die Kleinen können!
Leider prägen sich solche Dinge und andere erzieherische SELBSTVERSTÄNDLICHKEITEN (!) in den ersten Lebensmonaten.
Was da dann versäumt wird, muss so ein Pferd leider Gottes oftmals für den Rest seines Lebens einbüßen.
Lernen sie in dieser Zeit, das sie ihren Kopf durchsetzen können, ihren Willen kriegen, oder sonst Strafe kassieren,
dann haben sie dieses Erlernte Erleben auch noch im Kopf, wenn sie irgendwann erwachsen sind und 500 Kilo wiegen.
Dann ist das händeln allerdings schwieriger.
So manches Pferd wird als Flegel verkauft, dabei hat man einfach nur die Erziehung versäumt.
So ist der Weg solcher Pferde manchmal vorprogramiert.
Fohlenschau?
Richter kommen nicht raus?
Nee....sicherlich nicht! Gerichtet, im Sinne von rangiert und prämiert wird nicht mehr.
Aber man kann auch zu Hause eintragen lassen.
Wo soll sie denn eingetragen werden?
Bei unserem Verband (VZAP) kann der Tierarzt das Eintragungs-und das Musterungsprotokoll erstellen.
Chippen und Haaranalys für GenControl macht er ja sowieso.
Beim Rheinland geht das auch.
Man muss nicht zwingend fahren. Papiere gibt's, wenn alle Unterlagen vorhanden sind, auch so.
Anrufen, Termin machen und dann geht's auch zu Hause.
Aber auch da muss Fohlchen am Strick stehen. Bei Tierarzt und chippen ja auch.
Ich bin mal gespannt wie's weitergeht.
-
erfa-30 ist ja nicht Besitzer von diesem Fohlen. Deshalb verstehe ich die Problematik - und den damit verbundenen Frust! Ich könnte und wollte als Stallbesitzer auch nicht die Erziehung der eingstallten Pferde übernehmen. Dafür sind und bleiben nunmal die Besitzer zuständig!
erfa-30: Du darfst auch weiter den Frust hier rauslassen - ich verstehe Dich! :hug:
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Oh ja das kenne ich auch!! Die Fohlen von dem Züchter der bei uns war wurden von ihm auch in keinster Weise erzogen...er kam nur als die geboren waren, machte 1000 Fotos um diese dann bei FB und sonstwo reinzusetzen...Seht her das überragende Fohlen....aber sonst Fehlanzeige....
Da wir aber keine Lust hatten eben das zu erleben was Erfa sagt, haben wir uns die Mühe gemacht, die kleinen Biester recht früh ans Halfter zu gewöhnen um sie zumindestens zur Wiese hin und zurück führen zu können.
Aber mehr wollten wir auch nicht für andere Leute machen, aber das ist tatsächlich schon sehr frustrierend, ich kann das auch voll verstehen....
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>>>Läuft also nicht so, wie wir uns es vorgestellt haben :-\<<<
Entschuldige, wenn ich das sage.....
Ich meine es wirklich nicht böse und will auch nicht schulmeistern, aber;
Leider aber genauso, wie ich es mir vorgestellt habe.
Brauchst Dich dafür nicht zu entschuldigen, ich ziehe mir den Schuh eh nicht an, da ich weder Besitzerin bin, noch befugt bin über das Fohlen zu bestimmen ;) Das was wir machen konnten, haben wir gemacht, (und mit WIR, meine ich meine Schwester und mich, als Stallbetreiber) alles andere wie Halfter an/ausziehen muss der Besitzer machen, da haben wir nicht die Erlaubnis.
Hufe heben, putzen etc. haben wir ja von Anfang an geübt, da muss ich keine Erlaubnis haben weil ich das mache während ich die Mutter betüddel, das läuft ja dann automatisch nebenbei. Aber das aufhalftern, geschweige denn halfterführig machen, möchte die Besitzerin machen.........punktpunktpunkt.
Fohlenschau?
Richter kommen nicht raus?
Nee....sicherlich nicht! Gerichtet, im Sinne von rangiert und prämiert wird nicht mehr.
Aber man kann auch zu Hause eintragen lassen.
Wo soll sie denn eingetragen werden?
Bei unserem Verband (VZAP) kann der Tierarzt das Eintragungs-und das Musterungsprotokoll erstellen.
Chippen und Haaranalys für GenControl macht er ja sowieso.
Beim Rheinland geht das auch.
Man muss nicht zwingend fahren. Papiere gibt's, wenn alle Unterlagen vorhanden sind, auch so.
Anrufen, Termin machen und dann geht's auch zu Hause.
Aber auch da muss Fohlchen am Strick stehen. Bei Tierarzt und chippen ja auch.
Ich bin mal gespannt wie's weitergeht.
Ja ich hatte abgeraten mit dem Fohlen zur Schau zu fahren, da das Risiko zu groß ist das sie durch die Gegend rennt und in die Nähe fremder Mutterstuten kommt, außerdem weil es ja verlangt wird das Fohlen mal am Halfter bei sich zu behalten....eine Freundin züchtet Isländer, sie fährt zu keiner Schau sondern lässt immer rauskommen.....aber ich kenn mich da nicht mit aus.
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erfa-30 ist ja nicht Besitzer von diesem Fohlen. Deshalb verstehe ich die Problematik - und den damit verbundenen Frust! Ich könnte und wollte als Stallbesitzer auch nicht die Erziehung der eingstallten Pferde übernehmen. Dafür sind und bleiben nunmal die Besitzer zuständig!
erfa-30: Du darfst auch weiter den Frust hier rauslassen - ich verstehe Dich! :hug:
Ja es ist an manchen Tagen ein Graus, und ich würde gerne mehr helfen. Aber da mischen wir uns dann zu viel ein, ich möchte ja auch niemand bevormunden, und oftmals wird es eh nicht angenommen.
Einmischen tue ich mich nur, wenn es um Wurmkur, Krankheit allgemein geht und sich da nicht gekümmert wird, um die Erziehung der Tiere kümmere ich mich nicht.....was bei der gefleckten Schreckschraube manchmal echt schwer fällt.... :help2:
Ich hab ihr sogar schon eine gelatzt, als sie erst an meinem T-Shirt hinten zuppelte, sich dann vor mich stellte und aus zuppeln beissen wurde...Zack, so schnell hat sie nicht mir meiner Reaktion gerechnet, und nu isse vorsichtig was das angeht....tat mir zwar leid, aber ich habe einen blauen Fleck davongetragen, der mittlerweile in allen Farben blüht :-\ Muss ich nicht haben.
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Nicht falsch verstehen.....
Ich weiss ja, das du nicht die Besitzerin bist.
Das sollte zu keiner Zeit auf dich gemünzt sein!
Ich schreibe das wirklich allgemein.
Da wir schon so viele Jahre züchten und Zuchtgeschehen beobachten und beobachtet haben,
weiss ich nur leider all zu gut, was sich so alles entwickeln kann.
Schuld sind leider immer die Tiere.
Mal ist es der Vater, mal die Mutterlinie mal ist es sonstwas.
Ausreden gibt es massenhaft.
Irgendeine Entschuldigung wird immer parat gehalten, wenn's um den Verkauf geht,
oder auch nur um das (nicht funktionierdende) Zeigen des Sprösslings.
Um Ausreden sind die "Züchter" selten verlegen.
Aber wer zahlt da dann wohl die Zeche?
Nix für ungut.
Ich bin nur immer auf der Seite der Unschuldigen.
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Nicht falsch verstehen.....
Ich weiss ja, das du nicht die Besitzerin bist.
Das sollte zu keiner Zeit auf dich gemünzt sein!
Ich schreibe das wirklich allgemein.
Da wir schon so viele Jahre züchten und Zuchtgeschehen beobachten und beobachtet haben,
weiss ich nur leider all zu gut, was sich so alles entwickeln kann.
Schuld sind leider immer die Tiere.
Mal ist es der Vater, mal die Mutterlinie mal ist es sonstwas.
Ausreden gibt es massenhaft.
Irgendeine Entschuldigung wird immer parat gehalten, wenn's um den Verkauf geht,
oder auch nur um das (nicht funktionierdende) Zeigen des Sprösslings.
Um Ausreden sind die "Züchter" selten verlegen.
Aber wer zahlt da dann wohl die Zeche?
Nix für ungut.
Ich bin nur immer auf der Seite der Unschuldigen.
Keine Sorge, ich fühle mich da nicht angesprochen, da wir glaub ich schon mehr tun, als wir müssten ;)
Das Fohlen kann am wenigsten dafür, da es ihr ja nicht gezeigt wird, somit kennt sie ihre Grenzen auch nicht. Und die lernt sie halt kennen, wenn sie sich daneben benimmt :yes1: ....bei uns jedenfalls.....Leider sind es nur meine Schwester und ich, die sich die Zeit nehmen. Die Halfterführigkeit gehört zum Fohlen-1x1, benötigt aber viel Zeit und die habe ich nicht immer.
Mir graut es am meisten vor dem Tag, an dem das Fohlen in den Hänger gekarrt wird, und auf eine Weide zu einem Jährling und einem Shetty ziehen muss :wacko1:
Aber auch das, liegt nicht in meiner Macht!!
Ich denke wenn ich mit den Eltern sprechen würde, (totale Laien) und ihnen erklären würde das das Fohlen am besten zu gleichaltrigen Fohlen müsste, wären wir schnell einer Meinung.
Aber es ist für sie schwierig etwas zu finden, da sie das Fohlen in der Nähe haben möchten. Deshalb geht man dann halt den einfacheren Weg..
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Was soll man machen.........